Wie alles begann: Innovation aus Tradition.

Am 15. August 1895 öffnete in der Düsseldorfer Fleherstraße Nr. 244 eine kleine Feinbäckerei das erste mal ihre Türen. Gerhard H. Terbuyken legte hier, an diesem sonnigen Donnerstagmorgen, zusammen mit seiner Frau Josefine den Grundstein für außergewöhnliche Bäcker- und Familiengeschichte. Qualität und die Leidenschaft für das Bäckerhandwerk machten die Backstube der Familie Terbuyken schnell bekannt. Die Backspezialitäten aus der Fleherstraße waren bald in aller Munde. Und die 8 Kinder der Bäcker mussten kräftig mit anpacken, damit die Vielzahl der Auslieferungen, wie schon damals versprochen, immer pünktlich und frisch bei den Kunden ankamen – zuerst noch mit dem Pferdewagen und nach dem Ersten Weltkrieg dann mit einem umgebautem Hanomag Typ 2 mit 10 PS, genannt "Kommissbrot".

Die nächste Generation
Der 1911 geborene Sohn Franz begann 1926 eine Ausbildung zum Feinbäcker bei der Bäckerei Brungs auf der Friedrichstraße. 10 Jahre später heiratete er Hedwig Herfurtner und eröffnete mit seiner Frau eine eigene Bäckerei auf dem Düsseldorfer Hellweg. 1940 musste Franz seine Frau und seinen Sohn Hans-Josef verlassen und in den Krieg ziehen. Unter großen Entbehrungen doch mit Hilfe guter Freunde führte Hedwig das Geschäft erfolgreich weiter. Im März 1945 kehrte Franz Terbuyken aus dem Krieg zurück zu seiner Familie und in seine Backstube. Mit Leidenschaft und großem Willen überstanden sie die schwere Nachkriegszeit. 1946 wurde Heinz geboren, der zweite Sohn der wieder erfolgreichen Bäckerfamilie. Der Name Terbuyken war wieder Inbegriff für beste Backwaren geworden. Um der Nachfrage gerecht zu werden, eröffneten Franz und Hedwig 1952 in der Dreherstraße ihre erste Filiale.

Jüngster Bäckermeister der Stadt
Hans-Josef Terbuyken, der älteste Sohn, folgte der Tradition seines Vaters und Großvaters und legte 1956 mit erst 17 Jahren erfolgreich seine Gesellenprüfung als Bäcker ab. Unser heutiger Senior-Chef absolvierte mit nur 22 Jahren seine Meisterprüfung und konnte sich mit Stolz „jüngster Bäckermeister aus Düsseldorf“ nennen. 1965 zog Franz Terbuyken mit seiner Familie dann wieder in das alte Stammhaus in der Fleherstraße und eröffnete dort in alter Tradition eine neue Filiale. 1960 folgte die nächste Filiale am Aachener Platz.

Gebackener Aufschwung
1968 übernahm Hans-Josef Terbuyken nach seiner Heirat mit Roswitha Heups zunächst die Filiale der Eltern auf der Dreherstraße. Der Stammhalter Peter wurde geboren, 1970 folgte Tochter Daniela. Mit 5 Mitarbeitern, viel Freude an der Arbeit, Kreativität und sprichwörtlicher Terbuyken-Leidenschaft wuchs das Unternehmen immer weiter. 1975 folgten Filialen in der Heyestraße und am Kölner Tor. Die Nachfrage nach feinsten Backwaren aus unserer Backstube wurde so groß, dass der Betrieb 1986 in die Ludenberger Straße in Erkrath, vor den Toren Düsseldorfs, in einen größeren Standort einzog.

Mit Laib und Seele Bäcker
Roswitha und Hans-Josef Terbuyken haben in über 25 Jahren den Familienbetrieb zu einer Institution in Düsseldorf gemacht. Viele Auszeichnungen und Urkunden belegen die Qualität und Innovationskraft ihres Unternehmens. Seit 1993 ist der Betrieb in den Händen von Peter Terbuyken, dem Urenkel des Firmengründers. Und wie sein Urgroßvater damals ist auch Peter Terbuyken heute noch im wahrsten Sinne des Wortes ein ausgezeichneter Handwerksbäcker. Mit seiner Fachausbildung und seinem betriebswirtschaftlichem Studium führt er die Geschäfte des Traditionsunternehmens erfolgreich in die Zukunft – ganz im Sinne der Rheinischen Backkultur. Ihre Bewahrung, die auf hauseigenen Rezepturen und handwerklichen Herstellungsmethoden aus vielen Jahrhunderten basiert, ist das größte Anliegen von Peter Terbuyken. Gut vorstellbar, dass eines Tages auch einer seiner Söhne oder seine Tochter die Tradition und Kultur des Familienunternehmens weiterführen werden...